Flach, preisgünstig und leistungsstark: Beim Kauf von Scannern
geben nicht nur dpi-Zahlen den Ausschlag.
Um z. B. Fotos oder Presseartikel in digitaler Form auf den Rechner
zu bringen, müssen PC-
Anwender nicht viel investieren. Flachbett-Scanner
gibt es oft zu Schnäppchen-Preisen: Wer nur gelegentlich Bilder
und Texte digitalisiert, dürfte mit einem Scanner in der Preisklasse
bis 100 Euro zufrieden sein.
Vor allem die neue Scanner-Generation kommt im Urteil der Profis meist
gut weg: Die Geräte bieten ausreichend Qualität, um hohen
Anforderungen im privaten Gebrauch gerecht zu werden. Beim Kauf sollten
Kunden nicht nur auf die optische Auflösung achten, die in dpi
angegeben wird. Das ist die Abkürzung für „dot per inch“
und gibt die Zahl der gespeicherten Bildpunkte wieder.
Hersteller „protzen“ in ihren Produktangaben gerne mit hohen
dpi-Zahlen. Die Werte sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn
die werden praktisch meist gar nicht benötigt.
Als kleiner Trost kann da gelten, dass hohe Auflösungen für
das Scannen von Auflichtvorlagen – Papierbildern also –
nicht nötig sind. Diese werden nur mit maximal 400 dpi gedruckt.
Moderne Scanner schaffen heute mindestens 600 dpi.
Vergleichsweise günstige Scanner trödeln jedoch im Vergleich
zu teureren Modellen oft bei ihrer Arbeit. Wer viele Seiten einliest,
wird so mitunter auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Low-Cost –Scanner
sollten deshalb nur für Einzelaufgaben genutzt werden.
Nachteilig wirkt mitunter auch ein von den Experten als „Rauschen“
bezeichneter Effekt. Auf dem Papier erkennt der Nutzer dies an dunklen
Bereichen, die wie bunter Schnee aussehen. Das Problem kommt jedoch
bei aktuellen Scannern mit 600 dpi Auflösung kaum noch vor. Wer
sich aber einen preiswerten Scanner mit einer deutlich höheren
Auflösung zulegt, ist vor dem „Rauschen“ nicht gefeit.
Deshalb ist bei Low-Cost-Scannern der Einsatz mit einer Auflösung
von mehr als 1200 dpi nicht zu empfehlen.
Wer durchsichtige Vorlagen wie Dias oder Farbnegative einlesen möchte,
sollte darauf achten, dass für sein Scanner eine Durchlichteinheit
mitgeliefert wird oder als Zubehör verfügbar ist.
Die so genannte Durchlicht-Funktion arbeitet mit einer Halterung für
Dias oder Negativstreifen und einer Lampe, die das Bild beim Scannen
von der Rückseite her beleuchtet. So kann der Scanner das Bild
erkennen. Eine Erweiterung für das Scannen von Dias oder Negativen
bieten preiswerte Modelle in der Regel nicht. Statt einer Aufrüstung
bleibt dem Verbraucher dann nur der Kauf eines neuen Gerätes übrig.
Mit der entsprechenden Software kann der Anwender die Bilder anschließend
bearbeiten, zum Beispiel um „rote Augen“ zu entfernen oder
andere Fehlerquellen auszuschließen.
Ein weiterer Nachteil besonders preiswerter Scanner ist die mitunter
unvollkommene Farbtreue. Die Farbenvielfalt und die Feinheit der Helligkeitsabstufungen
kommen in sehr hellen und sehr dunklen Bereichen schnell ans Limit.
Wer sich hier nicht mit Kompromissen abfinden möchte, der sollte
lieber gleich auf ein höherwertiges Modell ausweichen. In jedem
Fall ist es sinnvoll, sich vor dem Scanner-Kauf von einem Experten im
Fachhandel beraten zu lassen. Damit die Übertragung der eingescannten
Daten zum PC schnell vonstatten geht, sollte der Scanner in jedem Fall
über eine USB-2.0-Schnittstelle verfügen. Die Scanngeschwindigkeit
wird hierdurch deutlich erhöht.
Damit der Scanner ausreichend Strom bekommt, sollte der Anwender das
Gerät jedoch nicht an einen eventuellen USB-Port der Tastatur anschließen.
Dies führt insbesondere in Kombination mit einigen Notebooks zu
Problemen. Mitunter gibt es bei einigen Anbietern noch Auslaufgeräte
mit dem langsamen parallelen Port.
Nicht zuletzt sollte dem Scanner ein „ordentliches“ Softwarepaket
beiliegen. Zu diesem gehören ein Programm zur Bildbearbeitung sowie
eine so genannte OCR-Software zum Einlesen eingescannter Textvorlagen.